Schwälmer Rübchen

Schwälmer Rübchen – fast vergessene Gemüsesorte neu entdeckt

Erzeugung, Verarbeitung & Vermarktung

Traditionelle nordhessische Gemüsesorten vor dem Vergessen bewahren und wieder auf den Speiseplan der Region bringen – mit diesem Ziel initiierte die Ökomodell-Region Schwalm-Eder 2021 das Projekt „Schwälmer Rübchen“.

Durch die permanente Verfügbarkeit im Lebensmitteleinzelhandel zu möglichst niedrigen Preisen wurden typische saisonale Gemüsesorten aus dem Angebot verdrängt. So auch der „Unterkohlrabi“ (sprich: Unnerkohlrabi), wie das Schwälmer Rübchen im Norden auch umgangssprachlich genannt wird.

Wettbewerbsfähig mit guten Ideen

Der Anbau dieses klassischen Wurzel- und Wintergemüses ist seit den 1950er-Jahren fast vollständig aus der Region verschwunden. Die Ökomodell-Region Schwalm-Eder denkt das Gemüse neu und fördert den Anbau des Traditionsgemüses bis hin zur Vermarktung. Gemeinsam mit der Hephata Diakonie Schwalmstadt, dem Weidehof Kohl aus Gilserberg und dem Ruhlengut in Morschen arbeitet sie an einem mehrstufigen Absatzmodell an Großverbrauchende wie Caterer und Kantinen sowie den Lebensmitteleinzelhandel.

Eine erste Pflanzung gab es 2021 auf dem Ruhlengut und dem Weidehof Kohl. Zum Einsatz kam dabei eine neue Pflanztechnik samt innovativer Pflanzmaschine. Das Pflanzgut wurde hierbei in eine Mulchschicht aus Roggen und Kleegras eingearbeitet. Benötigte landwirtschaftliche Technik, die im Einzelerwerb wirtschaftlich nicht lohnt, kann übrigens über Maschinenringe, wie den Maschinenring Wabern, bezogen werden.

Rezeptidee mit traditionellem Wurzelgemüse aus dem Schwalm-Eder-Kreis

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Bild © Stefan Itter

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