Soja ‒ vom hessischen Acker bis zum Teller

Episode 25

Mit Heiner Gröschner & Mema Omwenyeke

Tofu-Lover aufgepasst! Hier geht´s um die Basis. In Nordhessen baut Heiner Gröschner Soja an. Obwohl der Standort klimatisch suboptimal ist, hat der Selbstanbau Vorteile. Welche das sind, ob die Erntemenge zur Selbstversorgung ausreichen und Importe ersetzen könnte und welche besondere Pflege die Pflege auf dem Acker braucht, verrät er uns hier.

In der Tofufaktur wird das Soja handwerklich zu Tofu in vielen Geschmacksrichtungen und kreativen Formen wie „Tofu am Spieß“ verarbeitet. Mema Omwenyeke ist Teil des Start-ups und erzählt von den Herausforderungen in der Aufbauphase.

Die Themen:

  • Unterscheidet sich Soja aus der Region von Import-Soja?
  • Empfindliche Kinderstube: Welche Besonderheiten hat der Sojaanbau von Aussaat bis Ernte?
  • Gibt es verschiedene Soja-Sorten?
  • Warum in Hessen selbst anbauen? Welche Rolle spielt der Tofu-Grundstoff Soja in der Landwirtschaft?
  • Herausforderungen und Pioniergeist – wie ist das als Start-up?

Neugierig, was hinter den Themen steckt? Klicken Sie auf Play!

Unsere Podcast-Gäste: Sojapioniere aus Nordhessen Heiner Gröschner & Mema Omwenyeke

Landwirt, Unternehmerin

Heiner Gröschner bewirtschaftet am Rande von Kassel, in Lohfelden-Vollmarshausen, einen 56 Hektar großen Biolandhof. Den Betrieb erwarb 1909 sein Urgroßvater. Sein Vater, Henner Gröschner, stellte bereits in den 1980er Jahren auf Bio um. Heiner übernahm den Betrieb 1999.

Als viehloser Ackerbau-Betrieb gehört der Eiweißpflanzenanbau seit langem in die Fruchtfolge. Seit 2020 zählt dazu auch Soja und das mit wachsendem Erfolg. Bei guter Ernte, wie 2021, sind es 20 Tonnen Ernte pro Jahr. Gereinigt und abgefüllt steht das Soja seit 2022 zur Verarbeitung in größerer Menge bereit.

Zum Hof gehört auch ein Laden. Dort sind ganzjährig Kartoffeln, Getreide, Brot, Rindfleisch, Schweinefleisch, Wurst und Säfte in Bioland-Qualität erhältlich.

Frauenkollektiv gründet Tofumanufaktur-Start-up

Gemeinsam mit zwei Mitstreiterinnen gründete Mema Omwenyeke 2020 die Tofufaktur. Das Start-up stellt in Handarbeit frisches Bio-Tofu her: unpasteurisiert, unverpackt und unter Weiterverwertung aller anfallenden Produktionsrückstände. Verkauft werden die Produkte auf dem Wochenmarkt und dem „Bio-Feierabendmarkt in Witzenhausen sowie dem Göttinger Wochenmarkt.

100 Prozent regional

Die Sojabohnen für die Herstellung bezieht das Frauenkollektiv von Heiner Gröschner. Auch die übrigen Zutaten – von den Kräutern bis zum „Göttinger Tiefensalz “ (regionales Substitut für Sojasaucen-Tofu) – kommt aus der Region.

Durch Anbau, Verarbeitung und Vermarktung vor Ort entstand so eine neue, ressourcenschonende Wertschöpfungskette in Nordhessen. Das Team um Mema Omwenyeke steckt 2022 noch im Betriebsaufbau. Langfristig sollen aber auch Restaurants und Bioläden in der Umgebung beliefert werden können.

Soja aus Hessen

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